Dienstag, 27. Februar 2007
Sei bei mir
Zu Leben strengt an.
Turbulenzen.
Manchmal glaube ich,
dass ich nicht mehr kann,
stoße an meine Grenzen.
Hältst du mich?
Bitte verlass mich nicht!
Weil ich dir vertraue.
Ich brauche dich.
Sag mir deine Treue ins Gesicht!
Weil ich auf dich baue.
Bitte, halt mich.
Sind all die Turbulenzen vorüber,
werde ich dich preisen.
Aber sei jetzt bei mir.
Irgendwann stehen wir uns gegenüber,
irgendwann werde ich alles begreifen.
Dafür danke ich dir.
Doch rette mich jetzt,
wo ich zu dir rufe.
Ich habe dir mein Leben gelassen,
wurde gestoßen und verletzt.
Nun schreie ich nach dir. Ich suche.
Ich will mich auf dich verlassen.
Sei bei mir.
Freitag, 23. Februar 2007
Zu spät
Die Frau ist todkrank
ihre Ehe zerbrochen
keine Hoffnung auf Glück
Da beginnt ihr Mann sie zu pflegen,
ihr Wärme, Liebe und Nähe zu geben.
Das Glück kehrt zurück!
Sie stirbt nach wenigen Wochen.
Ihr Mann bleibt allein
mit seelischen Schmerzen,
mit gebrochnem Herzen.
Er sieht es nicht ein.
Warum beginnt Fürsorge immer erst dann,
wenn man ohnehin nichts mehr retten kann?
Warum kommt die Liebe immer zuletzt?
Warum nicht heute?
Warum nicht jetzt?
Montag, 19. Februar 2007
Verschwitzt
Ich verschwitzte es leider
andauernd!
Auf immer neue Gaben lauernd
ignoriere ich völlig die Frage,
ob es nicht angebracht wäre,
zu danken - für das,
was ich habe.
Dann denke ich:
“Künftig
sollte ich danken!”
- Für was auch immer -
Für Freunde vielleicht, für Nahrung,
für Liebe?
Für dich. Für mich.
Nur: Verschwitzen
sollte ich’s nicht.
Verschwitzen ist ungünstig.
Samstag, 17. Februar 2007
Allein zu zweit
Über uns
nichts als die Sterne
Im Wind schaukelt sanft die Laterne
Ein Luftzug aus der Ferne
Wir
Arm in Arm auf dem Feld
Schon nicht mehr auf dieser Welt
Allein zu zweit
Unter dem Himmelszelt
Allein mit dir
Ich
Kein Gedanke an gestern oder morgen
frei von allen Sorgen
auf ewig geborgen
durch dich
Donnerstag, 15. Februar 2007
Lob
Jeder Mensch braucht es
wir alle können es geben!
Auch ein noch so kleines Lob
bereichert schlagartig DEIN Leben!
Es ist gar nicht so schwer,
sich dazu durchzuringen,
ein nettes Wort über die Lippen zu bringen,
ein positives Urteil zu fällen.
Mann muss es nur schaffen,
Neid, Egoismus, Arroganz,
kurz in den Hintergrund zu stellen.
Der Gute Will siegt.
Letztendlich.
Denn beliebt und geachtet
ist man immer dann,
wenn man mehr gibt,
als man selbst bekommen kann.
Dienstag, 13. Februar 2007
Van Gogh
Unfassbar scheint mir gerade
Was ich alles in mir trage
Da sind Flüssigkeiten und Stoffe
Von denen ich nicht hoffe
Dass sie auch für euch eine Plage
sind.
Ich werfe ein:
Es handelt sich um Schleim!
Wer erkältet ist, weiß wovon ich spreche!
Die Nase läuft, ist rot und schmerzt!
Ich kann nichts weiter tun
Als mit Taschentüchern,
an ihr herumzutupfen!
Wenn sich Herr van Gogh statt dem Ohr
die Nase abgeschnitten hätte
wäre es zu verstehen
und die Wahrheit käme hervor:
Der Mann hatte Schnupfen!
Freitag, 9. Februar 2007
Manchmal
Manchmal (aber nur selten)
kommt es vor,
dass Menschen, die zuvor
in sich gekehrt waren
regelrechte Verwandlungen erfahren!
Und als aufgeschlossen gelten.
Manchmal (jedoch nicht oft)
geschieht es, dass bei erbitterten Rivalen,
die sich gegenseitig die Selbstachtung stahlen,
nach Jahren des erbarmungslosen Kriegs
letztendlich eine Freundschaft siegt.
- Wie so häufig gehofft. -
Manchmal zeigen wir auch unser wahres Gesicht,
sind offen und ehrlich.
- Die Meinung anderer ist entbehrlich! -
Wir verlassen die uns imaginär aufgezwungenen Rollen
und sind so, wie wir glauben, wirklich sein zu wollen.
Meistens nicht.
Donnerstag, 8. Februar 2007
Die Umarmung dieser Welt
Wusstet ihr
eigentlich
(wobei man ja eigentlich
eigentlich nicht so oft
verwenden soll,
- es klingt, so sagt man mir,
als Wort nicht so toll)
wo waren wir?
Ach ja, ich weiß,
Ich fragt’ euch gerade,
ob ihr den schon wisst,
was für ein schöner Tag heute doch ist!
Nein ehrlich, es klingt komisch,
aber ich sage:
Das Leben ist gar nicht so schlecht!
Ihr werdet sehen - ich habe Recht!
Geht mal hinaus und grinst richtig breit,
dann öffnet ihr eure Arme ganz weit -
und wenn ihr euch zu den Menschen nach draußen gesellt
- geht einfach hin und umarmt diese Welt!
Dienstag, 6. Februar 2007
Neues?
Alle schreien.
Nach neuem!
Sie wollen es haben
Jetzt und sofort!
Alle kreischen
Und freuen
sich
wenn Neues kommt
über dich und mich.
Doch wer garantiert
dass Neues
auch Besseres ist?
Und nicht nur alter
unbrauchbarer
und anders aufbereiteter Mist?
Montag, 5. Februar 2007
Selbstbeherrschung
Was ist das? Selbstbe-
herrschung?
Tut das weh? Warum
soll man sich selbst beherrschen
statt nach Lust und Laune
vorzupreschen –
Mit Kreditkarte in der Hand
red’ ich Feinde an die Wand. JA!
setz’ ich Unsummen in den Sand. HA!
- ganz ohne Verstand -
Ich fühle mich FREI
mit Freude DABEI
bin mein eigener HERR!
Niemand herrscht über mich
ich bin mein eigenes Ich –
frei nach ganz eigener Planung!
So soll es sein, wir wollen es wagen!
ICH HASSE ES, mich unter Kontrolle zu haben.