Freitag, 23. März 2007

Regentage

Es regnet in Strömen.
Die Wolken verschworen.
Die Sonne verschollen, wie niemals geboren.
Tropfen, die dem einzigen Fall ihres Lebens frönen.

Mein Kopf, erfüllt vom rauschenden Dröhnen.
Meine Füße, im Atlantis der Pfützen verloren.
Meine Hände, blau, zitternd und eisig gefroren.
Mein Hals, strapaziert, nichts als heiseres Stöhnen.

Noch bist du fern, doch ich lauf’ auf dich zu.
Sehne mich, rufe und suche. Wo bist du?
Halte mich fest in deinem liebenden Arm.

Am Ende geborgen, wenn der Himmel sich lichtet.
Alle Tränen getrocknet, jede Trauer vernichtet.
Ich bin bei dir. Mir wird unendlich warm.

Mittwoch, 21. März 2007

An einen Attentäter

Zum Töten warst Du schon immer bereit.
Du willst ein deutliches Zeichen setzen,
möglichst viele Deiner Feinde verletzen.
Was Du hervorrufst ist unsägliches Leid.

Doch was erwartest Du von deinem blutigen Morden?
Etwa Freiheit für deine Schwestern und Brüder?
Einen Wandel aller politischen Gemüter?
Oder vielleicht einen religiösen Orden?

Anschlag folgt Anschlag, mit Rache verwoben.
Durch Gewalt werden keine Probleme behoben.
Nur Geduld kann Dir den ersehnten Frieden geben.

Deine Opfer werden auch Frauen und Kinder sein.
Du hörst ihre Klagen, ihr Flehen, ihr Schrei’n.
Was Du akzeptieren musst: Sie haben ein Recht, zu leben.

Freitag, 16. März 2007

Nachtleben

Ich wandle glücklich
durch finstere Nacht.
Das Firmament, von Sternen übersät.
Der Himmel, wie von Engeln gemacht.
Es ist spät.
Ich denke an dich.

Bäume wiegen sich
voll Sanftmut, rauschen leise.
Mattschwarze Silhouetten.
Blätter im Wind, auf ihrer Reise
drehen Pirouetten.
Ich denke an dich.

Blick zum Mond, Stille umgibt mich.
Meine Gedanken, einsam, verwirrt:
Bin auch ich nur ein verhallender Ton,
der vom Wind umher getragen wird?
Ohne Sinn? Ohne Destination?
Ich denke an dich.

Unten am Fluss verweile ich,
Zäh wälzt sich die glänzende Masse dahin.
Der Strom liegt vor mir, fließt mit Gelassenheit.
Ich spüre, wie abhängig ich von dir bin.
Ich verbringe mein Leben mit dir. In Ewigkeit.
Ich liebe dich.

Dienstag, 13. März 2007

Angst und Liebe

Sie ist nur eines von vielen Gefühlen
und zahlreichen Empfindungen,
die sich täglich durch die Windungen
unserer Hirne wühlen.

Dennoch ist die Angst
wohl das unangenehmste Gefühl - eine Qual,
sie lässt dir keine Wahl.
Du hast nichts, was du ihr entgegenbringen kannst.

Doch es gibt eine Macht, die stärker ist:
Du wirst sehen, wie die Angst ihre Kraft verliert,
wenn du voller Liebe bist!

Über alles erhaben steht folgender Satz:
“Wo die Liebe regiert,
hat die Angst keinen Platz.”

Sonntag, 11. März 2007

Extravagant

Ich liege nur da
und schaue an die Decke.
Ich wecke
einen Gedanken in mir:
Warum bin ich hier?
Bin ich ersetzbar?

Zuweilen mehren sich die Fragen
nach einem tieferen Sinn.
Warum bin ich, wie ich bin?
Soll ich so bleiben? Fest verharren?
Auf ewig nur einen Himmel bestarren?
Oder einen riskanten Absprung wagen?

Plötzlich nimmt die Ratlosigkeit überhand.
Doch ich werde ruhig, geradezu leis.
Ich besinne mich auf das, was ich sicher weiß:
Ich bin wertvoll, genial geschaffen, geliebt.
Werde gebraucht, bin unbesiegt.
Besonders. Extravagant.

Dann liege ich da
und schaue an die Decke
doch diesmal stecke
ich voll Zuversicht!
Grund zum Zweifeln gibt es nicht.
Ich bin wichtig, unersetzbar.

Du aber auch!
Ist doch klar.

Sonntag, 4. März 2007

Dein Verhältnis zur Zeit

Du rennst!
Tag und Nacht.
Schaust weder vor, noch zurück
hast Du bedacht,
was Du verlieren kannst,
wenn Du nicht auf dein Umfeld schaust,
sondern eine Mauer der Distanz
um Dich baust?
Renne nicht.

Bleib stehen.
Betrachte die Erde.
Lass Dir Zeit
und werde
Zeuge jeder Einzelheit.
Es gibt viel zu sehen!
Sieh es in neuem Licht.
Bleib stehen,
renne nicht.

Niemand kann über die Zeit bestimmen.
Versuch’ nicht, sie zu fangen,
sie wird in deinen Händen zerrinnen!
Lass Dich weder von Menschen hetzen,
noch von Aufgaben und Terminen.
Du solltest deren Wert nicht überschätzen.
Zuviel Stress ist ungesund -
Hab Zeit für Dich.
Heute stehst Du im Vordergrund.