Freitag, 14. März 2008
Drang und Sturm
Den Seesack in der Hand
zur Straßenbahn gerannt.
Der Regen, nass und kalt,
durchweicht mein Haar schon bald.
Am Rand des Weges Staub,
die Bäume ohne Laub.
Der Wind pfeift ins Gesicht,
doch meine Kraft weicht nicht.
Der Schmerz in meinen Rippen,
ein Lächeln auf den Lippen.
Das Gelb einer Laterne,
der Donner in der Ferne.
Das Wasser stürzt in Fluten,
der Himmel scheint zu bluten.
Trotz Dunkelheit und Kühle:
Die Freiheit, die ich fühle!
Dienstag, 4. März 2008
Unwetter
Die Wolken sind abends herangezogen.
Der Wind hat die Bäume wie Gräser gebogen.
Die Vögel sind eilig davongeflogen.
Eine schwarze Wand, vor die Sonne geschoben,
hat uns um den blauen Himmel betrogen.
Der Regen wurde in die Tiefe gesogen.
Blitze durchzuckten den Himmel verwoben.
Der Donner ergrollte mit Schnauben und Toben!
Der Hagel hat tausend Fäuste erhoben,
als wolle er all seine Kräfte erproben!
Die Flüsse schwollen zu reißenden Wogen!
Die Berge! Die Täler! Kein Unten! Kein Oben!
Und plötzlich!
Die Stille. Die Sonne. Der Regenbogen.
Montag, 3. März 2008
Vergessen werden
Menschen arbeiten Wochen und Jahre.
Sie streben nach Ruhm und nach Ehre.
Später liegen sie auf einer Bahre
und starren recht leblos ins Leere.
Geräuschlos beenden Menschen ihr Sein,
was sie mühsam erbauten, zerfällt.
Von ihren Werken bleibt nichts als ein Schein,
der die Welt nur noch spärlich erhellt.
Die Menschen wollen unsterblich werden!
Darum sind sie zu Tode schockiert,
wenn sich bei ihrem Abgang von Erden
keiner die letzten Worte notiert.