Donnerstag, 25. Dezember 2008
Am Heiligen Abend
Vereint alljährlich im Winter
Großeltern, Eltern und Kinder
Als starker Bund, als höchstes Gut
Sitzen wir festlich beim Essen
Unzertrennlich, Unvergessen
Wie viel Glück und Ehre hier ruht
Lasst uns danken für dieses Bild
den Zuspruch, der uns heute gilt
Familie bringt Frieden, Trost, Mut
Dienstag, 16. Dezember 2008
Küssende Muse
Ohne dich wären die Sonette Skelette,
Terzinen Ruinen, die Jamben nur Schein.
Wo bliebe die Liebe, wenn ich dich nicht hätte,
Wem nützte mein Geben, mein Leben, mein Sein?
Diese Worte wären bloß reimende Zeichen,
gefühlsarme Tinte auf hellem Papier.
Was sollten die lieblosen Zeichen erreichen?
Ohne innige Inspiration von dir.
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Beinahe besinnlich
Trübe, erschöpfte Vorstadtgesichter
gleiten glanzlos durch glitzernde Gassen,
die brüllen: schenken, kaufen, verprassen.
Lustlos lahm leuchten leidende Lichter.
Termine rasen schneller und dichter,
weil Pflichten Licht keine Lichtung lassen,
verpassen Massen das Sinn-Erfassen,
strudeln haltlos im Vorweihnachtstrichter.
Das Ende kommt am heiligen Abend,
wenn Kinder, an Gaben sich labend,
nicht wissen, warum es Geschenke gibt.
Weil einer kam, den die Welt heute ehrt,
der uns Toleranz und Hingabe lehrt,
einer, der selbstlos und aufopfernd liebt.