Dienstag, 30. Juni 2009
Es war
Wir haben bei Kerzen und Sternen und Nacht,
klein auf der Wiese, die Knie am Kinn,
groß in den Herzen und uns ein Gewinn,
bewacht durch den Mond diesen Abend verbracht.
Ich habe bei Kerzen und Sternen so sacht
stotternd gedacht, was ich ohne euch bin
und lachte im Traum zu Früherem hin -
als Realität in mein Lach-Leben kracht:
Abschied und Arme und Tränen, die tropfen,
in Schwermut brutal auf die Schultern klopfen.
Zusammenhangslos den Zusammenhang los
ziehen wir in die Welt, gebrochen, verprellt,
mit geschnürten Bündeln und Hälsen gesellt
sich jeder ins Leben, jetzt einsam, jetzt groß.
Sonntag, 14. Juni 2009
Soldat sein
Du rennst im Regen und Schweißperlen rinnen
und klammern sich an die Haare und brennen
und röhrend rauscht dir das Blut in den Ohren
und verklebt deinen Gaumen salzig und fad
Schon hinter und über und neben dir Tod
die schmatzenden Stiefel dumpf donnernd im Schlamm
Du atmest die dickflüssig-dampfende Luft
stürmst stampfend in Freiheit und Stille und spürst -
doch lebenslang Leere und Scherben und Leid