Freitag, 23. Februar 2007

Zu spät

Die Frau ist todkrank
ihre Ehe zerbrochen
keine Hoffnung auf Glück

Da beginnt ihr Mann sie zu pflegen,
ihr Wärme, Liebe und Nähe zu geben.
Das Glück kehrt zurück!
Sie stirbt nach wenigen Wochen.

Ihr Mann bleibt allein
mit seelischen Schmerzen,
mit gebrochnem Herzen.
Er sieht es nicht ein.

Warum beginnt Fürsorge immer erst dann,
wenn man ohnehin nichts mehr retten kann?
Warum kommt die Liebe immer zuletzt?
Warum nicht heute?
Warum nicht jetzt?

5 Kommentare zu „Zu spät“ »»

  1. Bjoern Wagner sagt:

    Erlebt? Krass…
    Hm. Denke, dass undichtbar Dein Sprachrohe geworden ist.
    Respekt.
    Ehre Dich gern.
    Liebe, jetzt.
    vom Papa Björn

  2. JuliA sagt:

    Gedicht ist echt gut.

  3. mazze sagt:

    erinnert mich an den einen kurzfilm von “paris, je t’aime!”. hat der film dich inspiriert. ist mal wieder sehr gut gelungen.

  4. David sagt:

    Jawoll, Mazze. Der Film hat mich inspiriert. Danke für eure breite Zustimmung für meine Dichtereien. Und ja Björn, ich glaube auch, dass ich zur Zeit eher über Undichtbar mit der Außenwelt kommuniziere… :-)
    Schön, dass ihr’s lest!
    David

  5. Uwe sagt:

    Bin zufällig auf diese Seite gestossen. Sind gute Gedichte bei; gefallen mir sehr gut. Weiter so ….

    Servus, Uwe

    PS: Man kann es erfahren: Angst und Hass ist erstarrte Liebe, die fließen will …..

Kommentar schreiben