Mittwoch, 21. März 2007
An einen Attentäter
Zum Töten warst Du schon immer bereit.
Du willst ein deutliches Zeichen setzen,
möglichst viele Deiner Feinde verletzen.
Was Du hervorrufst ist unsägliches Leid.
Doch was erwartest Du von deinem blutigen Morden?
Etwa Freiheit für deine Schwestern und Brüder?
Einen Wandel aller politischen Gemüter?
Oder vielleicht einen religiösen Orden?
Anschlag folgt Anschlag, mit Rache verwoben.
Durch Gewalt werden keine Probleme behoben.
Nur Geduld kann Dir den ersehnten Frieden geben.
Deine Opfer werden auch Frauen und Kinder sein.
Du hörst ihre Klagen, ihr Flehen, ihr Schrei’n.
Was Du akzeptieren musst: Sie haben ein Recht, zu leben.
21. März 2007 um 22:32
Späte Verarbeitung von “Paradise Now” - hast Du den Film gesehen?
Bleib dran, David!
22. März 2007 um 14:45
Hihi, lustig, dass du sagst, Björn! Habe beim Dichten tatsächlich den Attentäter aus “Paradise Now” vor Augen gehabt!
Und auch “München” schwirrte irgendwo durch meinen Kopf!
Die Verarbeitung kommt ja tatsächlich spät… aber sie kommt!
Danke für deine zahlreichen Links.
David
24. März 2007 um 17:36
Hey David,
auch ein schönes Gedicht. Schwierige Sache, was geht in solchen Menschen vor?
Gefällt mir gut,
Jens