Mittwoch, 21. März 2007

An einen Attentäter

Zum Töten warst Du schon immer bereit.
Du willst ein deutliches Zeichen setzen,
möglichst viele Deiner Feinde verletzen.
Was Du hervorrufst ist unsägliches Leid.

Doch was erwartest Du von deinem blutigen Morden?
Etwa Freiheit für deine Schwestern und Brüder?
Einen Wandel aller politischen Gemüter?
Oder vielleicht einen religiösen Orden?

Anschlag folgt Anschlag, mit Rache verwoben.
Durch Gewalt werden keine Probleme behoben.
Nur Geduld kann Dir den ersehnten Frieden geben.

Deine Opfer werden auch Frauen und Kinder sein.
Du hörst ihre Klagen, ihr Flehen, ihr Schrei’n.
Was Du akzeptieren musst: Sie haben ein Recht, zu leben.

3 Kommentare zu „An einen Attentäter“ »»

  1. Bjoern Wagner sagt:

    Späte Verarbeitung von “Paradise Now” - hast Du den Film gesehen?
    Bleib dran, David!

  2. David sagt:

    Hihi, lustig, dass du sagst, Björn! Habe beim Dichten tatsächlich den Attentäter aus “Paradise Now” vor Augen gehabt!
    Und auch “München” schwirrte irgendwo durch meinen Kopf!
    Die Verarbeitung kommt ja tatsächlich spät… aber sie kommt! :-)
    Danke für deine zahlreichen Links.
    David

  3. Jens Krzyzanowski sagt:

    Hey David,

    auch ein schönes Gedicht. Schwierige Sache, was geht in solchen Menschen vor?

    Gefällt mir gut,

    Jens

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