Samstag, 14. April 2007

Von einem, der aufgab

Was ist das Leben, was ist die Welt?
Ein reißendes Meer voll tödlicher Wogen.
Menschen, gewaltsam in Schubladen gebogen.
Zerfressen von Neid, gierend nach Geld.

Ich habe meine Entscheidung gefällt:
Werde nie mehr missbraucht und belogen,
sondern vom Wasser abwärts gezogen.
Da ist nichts mehr, was mich hält.

Im unbarmherzigen Ozean
schwimmt keiner, der bestehen kann.
Auch du wirst am Ende ertrinken.

Darum folge mir nach, gib endlich auf!
Lass der Erlösung freien Lauf.
Lass dich sinken…

2 Kommentare zu „Von einem, der aufgab“ »»

  1. David sagt:

    Anmerkung zu diesem Gedicht:
    Meine geliebten Leser! Keine Angst, es geht mir gut, ich bin ein glücklicher Mensch, die Welt ist wunderbar!
    Wenn ich ab und zu mal ein eher depressiv anmutendes Gedicht veröffentliche, liegt das vielleicht daran, dass ich mich als Autor gerne in die Situation verzweifelter Menschen versetzte und aus ihrer Perspektive schreibe. Deshalb gilt: Vergleicht niemals mich, den Verfasser mit der Person, die im Gedicht zu euch spricht! Sonst könnten gravierende Missverständnisse auftreten… :-)
    Vielen herzlichen Dank!
    Euer David

  2. Verena sagt:

    Huhu!

    *puh* dann ist ja gut! War grad schon dabei zu fragen, obs dir gut geht… :)

    Wollte eigentlich auch nur kurz nen Gruß da lassen :)

    lg
    Verena

    PS: Das Gedicht hat mich übrigens bissle an Goethes “der Fischer” erinnert… Musste ich in der Schule mal auswändig lernen *brrr*

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