Mittwoch, 16. Mai 2007

Träumereien

Ich wäre gern ein Mensch mit Ruf,
der unfassbare Werke schuf,
der neue Kontinente fand
oder glänzte vor Verstand;
den jeder kleine Schulbub kennt,
weil man die Schule nach ihm nennt.

Ich möchte einen Namen haben,
den später die Alleen tragen,
der auf den höchsten Scheinen prangt
und tiefste Hochachtung verlangt.
Er wird gemeißelt stehen in Stein,
in Ewigkeit unsterblich sein.

Doch von solchen Träumereien
sollte ich mich nun befreien.
Niemals erlang’ ich diesen Ruhm,
nicht durch Denken, nicht durch Tun.
Und bin ich noch so sehr versessen -
man wird mich irgendwann vergessen.

Jedoch ist dies nicht weiter schlimm,
wenn ihr mich annehmt, wie ich bin.
Meißelt mich auf eure Steine,
druckt mich auf die schönsten Scheine.
Wir alle können sie vergeben:
Die Unsterblichkeit im Leben.

2 Kommentare zu „Träumereien“ »»

  1. Rico sagt:

    Lass uns die Statisik fragen,
    Schauen was die Experten sagen!

    Man schätzt, dass bis zu 106 Milliarden Menschen schon über die Erde gewetzt sind.

    Naiv anzunehmen, dass man eine Aufgabe hätte.

    Lustiges Gedicht, gefällt!

  2. Jens Krzyzanowski sagt:

    Hey David,

    sehr schönes Gedicht.

    Ich sage nur: Die Tat ist alles, nichts der Ruhm.

    Jens

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