Freitag, 1. Juni 2007

Lebenswerk

Der Regen, der so trist aus den Wolken fällt,
der Nebel, der drohend die Pflanze umringt,
dein Blick, der die schwärzesten Nächte erhellt,
deine Stimme, die mir goldene Zeilen singt.
Der Schmerz, der die Körper der Alten durchfährt,
die Trauer, die den Jungen die Kehle verschnürt,
deine Hand, die die meine zu halten begehrt,
dein Herz, das die Glut meiner Liebe schürt.

Der Sturm, der die Schwachen dem Boden entreißt,
die Welle, die den Widerstand Wehrloser bricht,
dein Kuss, mit welchem mein Jubel entgleist,
dein Mund, der zärtlich zu meinem spricht.
Die Wüste, die den Tod des Verirrten sucht,
die Schlucht, deren Grau jedes Leben verwehrt,
deine Sehnsucht, die zum Olymp der Gefühle ruft,
dein Glück, das meine liebende Anstrengung ehrt.

Die Hoffnung, die im Hass der Kriege erlischt,
das Kind, das nach seiner Mutter schreit,
dein Finger, der meine salzigen Tränen abwischt,
dein Zuspruch, der mich von quälender Sorge befreit.
Der Gottlose, der mit seinem Verbrechen prahlt,
der Mörder, der das Leid des Opfers verlacht,
dein Auge, das glänzt und der Sonne gleich strahlt,
deine Liebe, die mich auf ewig unsterblich macht.

Das Feuer, das so oft durch Gleichmut erstickt,
die Flammen, die zu lodern nicht enden sollen,
dein Gesicht, das meines mit Freude erblickt,
deine Arme, die mich niemals verlieren wollen.
Unser Begehren, uns gegenseitig zu führen,
unser Ziel, uns wärmende Liebe zu geben,
unser Werk, des Anderen Ängste zu spüren -
Unser Traum: Nie wieder alleine zu leben!

3 Kommentare zu „Lebenswerk“ »»

  1. Rico sagt:

    Ich dich auch ^^

  2. David sagt:

    So?
    Wie lieb von dir.
    Dankeschön.

    Leider habe ich dich gar nicht gemeint… :-)

  3. Anonymous sagt:

    Wunderschön!

    Deine Tine

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