Donnerstag, 21. Juni 2007
Tage ohne Ideologie
Die Ratlosigkeit steht ins Gesicht geschrieben,
sie konsumieren gierend die Belanglosigkeit.
Wen bewundern? Wen hassen? Wen lieben?
In einer träge dahinschlummernden Zeit.
Das Essen wird vorgekaut serviert,
sie entsprechen der simplen Alltagsnorm.
Die Presse, die sich im Primitiven verliert.
Die Politik reformiert die Reform der Reform.
Kein Diktator, den es stürzen gilt!
Kein Krieg! Kein Hass! Höchstens Neid.
Keine Faschisten, zum Morden gewillt!
Sie dämmern bloß, in Untätigkeit.
Wer hilft ihnen, den Blinden, den Tauben?
Wer bekämpft die Monotonie?
Doch wofür stehen? Und woran glauben?
In den Tagen ohne Ideologie.
28. Juni 2007 um 20:48
Ein echt wahres Gedicht, eine Kathedrale unter deinen Gedichten. Und kein Wort zuviel. Fantastisch.
29. Juni 2007 um 13:23
Hey, Jens!
Danke für deinen coolen Kommentar.
Freu mich über dein Lob!