Montag, 22. Oktober 2007
Herbst hier
Im Grau in Grau des Regens
fällt Trauer auf die Welt.
Die Sonne sucht vergebens
ein Loch im Himmelszelt.
Das Feld besetzt von Raben,
wie Geier kreisen sie.
Ihr Schwarz tilgt alle Farben,
Hoffnung und Phantasie.
Braunes Blatt auf morschem Moos,
trostlos tote Triebe.
Glück löst sich vom Menschen los,
herbstlich welkt die Liebe.
Schneidend kalter Winterwind,
der Herzen blau vereist,
peinigt die, die einsam sind,
verlässt sie still verwaist.
Die Luft reißt ohne Gnade
das kleinste Blatt vom Baum.
Der Schatten löscht gerade
den letzten hellen Traum.
Es bleibt nicht zurück als Staub,
Sehnsucht, Frost, Granit.
Das davon gewehte Laub
nahm alle Freude mit.
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