Donnerstag, 27. Dezember 2007

Am Klavier

Zärtlich umspielen die Finger die Tasten,
ohne zu ruhen und ohne zu hasten
gleiten sie sorgsam über Schwarz oder Weiß,
mal zaghaft, mal kräftig, mal laut und mal leis’.

Du sitzt aufrecht, erhaben, beinahe Stolz,
herrschst musizierend über Saiten und Holz.
Dein Auge ist wachsam; dein Blick, konzentriert,
hat aufmerksam Noten und Zeichen fixiert.

Dein Fuß wippt im Takt auf dem rechten Pedal,
du produzierst Töne unendlicher Zahl,
die emporsteigen, sich suchen, sich finden,
sich perfekt zu Melodien verbinden.

Schluss-Akkord, leuchtende Augen und Lachen,
im mir konntest du dein Feuer entfachen.
Deine Musik hat mich berührt und befreit,
sie ist Euphorie, Hoffnung, Sorglosigkeit.

3 Kommentare zu „Am Klavier“ »»

  1. David sagt:

    Für Christine.
    Für Martin.
    Für Freddie Mercury.

    Für all die anderen Menschen auf dieser Erde, die musizieren oder komponieren.

    Danke.

  2. maddin sagt:

    einfach nur genial david!
    du kannst doch wirklich zu jedem thema etwas dichten. sehr cool wie du mit deinen gedanken, die dich gerade beschäftigen, einfach mal so etwas dichtest. das gedicht werd ich mir auf jedenfall ausdrucken und aufheben.

    ich kann nur sagen: mach weiter so david und hör nicht auf damit!
    einfach nur genial!

    danke.

  3. Jens sagt:

    Mensch David,

    wieder ein richtig eindrucksvolles Gedicht, dass du geschrieben hast. Ich mag deine Art, denn du hälst dich nicht an einem Schema fest, sinnierst variabel, stellst um, erfindest deinen Stil neu und dichtest über jedes Thema. Toll,

    Grüß mir Tine,

    und weiter so

    JK

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