Montag, 21. Januar 2008

Nichts als Worte

Bann gebrochen, aus der Quelle
strudeln, rauschen, strömen, fließen
Worte, maßlos, auf die Schnelle
schreien, Öl ins Feuer gießen.

Brausend, tosend, unaufhaltsam
graben Worte tiefe Schluchten;
lautstark, leise, hektisch, einsam
schaffen Berge, Meere, Buchten.

Jeder spricht sie, wahllos Worte;
Worte, brechen, viel Polemik
Worte öffnen dir die Pforte -
rede viel und sage wenig!

Brüllen, Wettern, Zischen, Flehen
Worte, die die Ohren quälen;
Worte lassen untergehen,
töten Menschen, kaufen Seelen.

Doch:
Wortreich dargestellte Taten
lassen meistens auf sich warten.

6 Kommentare zu „Nichts als Worte“ »»

  1. Sabbe sagt:

    Worte oder Wörter?

  2. David sagt:

    In diesem Fall:
    Ganz klar WORTE. :-)
    David

  3. Die Tine sagt:

    Es geht beides.

    Aber Wörter verwendet man normalerweise, wenn man sie zählt oder so…
    Worte dagegen, wenn es um was Gesprochenes, den Inhalt ankommt.

    Und ich muss sagen - WORTE hört sich auch eindeutig besser an.

    Die Tine

  4. Sabbe sagt:

    Okay, Okay überzeugt.

    Die Sabbe

  5. David sagt:

    Herzlichen Dank für diese tiefgründigen und durchaus intellektuellen Beiträge!

  6. Barbara sagt:

    “WORTE” sind laut Duden geprägte oder kunstvoll gestaltete Formulierungen, also z.B.: Sprichworte.
    “Wörter” der Plural von Wort.
    Muss dem David also Recht geben, zumindest mit Blick auf die INtention des Sprechers.

Kommentar schreiben