Samstag, 28. Juni 2008

Paris

Menschen, die auf Alleen flanieren,
lachend durch Parks und Gärten spazieren,
Hand in Hand auf den Champs-Elysées gehen,
Arm in Arm vor dem Tour d’Eiffel stehen.

Menschen, die Musik in die Métro tragen,
Sonnengleich strahlen an blassgrauen Tagen,
mittags Magie am Montmartre genießen,
abends den Tag mit Rotwein beschließen.

Menschen, die spüren, zu dir zu gehören,
sich nicht an Herkunft und Aussprache stören,
die Welt vergessen an den Ufern der Seine!
Du bleibst einzigartig, Paris, je t’aime.

Montag, 9. Juni 2008

Kissenschlacht

Dich so lange nicht bei mir zu wissen
heißt: Die Flagge der Einsamkeit hissen.
In meinem Arm statt dir nur ein Kissen!
Suchen, nicht finden, das ist: vermissen.

Mit Kissen (im Arm, statt dir) stapfe ich
durchs Haus - ganz öde und leer ohne dich.
Im Briefkasten keine Briefe für mich!
Durch Einsamkeit bin ich: unerfreulich.

Draußen: Regen trotz hellem Sonnenschein.
Für überm Kopf ist das Kissen zu fein -
ich wickle es in meine Jacke ein!
Jetzt fühle ich mich im Regen allein.

Donnerstag, 5. Juni 2008

Tears in Heaven

Hoffnung und Vorfreude nehmen dich ein,
du hast einen Grund glücklich zu sein.
Du lachst und könntest tanzen deswegen.
Irgendwer hat etwas dagegen.

Hoffnung und Freude, gesetzt in den Bauch,
entschwinden jäh, das Glück schwindet auch.
Zweifel des Lebens, Antwort vergebens,
bestattet im Dröhnen des Regens.

Wer erklärt mit das Leiden im Leben?
Am Ende wird es kein Leid mehr geben.
There will be no more tears, here in heaven.
Wer aber trocknet die irdischen Tränen?