Freitag, 14. November 2008

Zwei

Ich sitze vor Scherben, versuche zu heilen,
was Nomen und Verben gewaltsam zerbrachen.
Ich stehe und starre und will mich beeilen,
doch scharre und harre seit wir zuletzt sprachen.
Gelegentlich sehe ich Vögel auffliegen,
ich liege und flehe schnell zu dir zu schweben,
um sämtliche Risse sofort zu besiegen,
weil ich dich vermisse, hier in meinem Leben.

Samstag, 8. November 2008

Auf der Flucht

Ausdruckslose Dunkelheit
durchbohrt von weißen Lichtern
reflektierte Müdigkeit
aus gähnenden Gesichtern

Gelbe Pfeile in der Nacht
verzerren die Gedanken
Die erdrückend kalte Pracht
aus graubemalten Planken

Auf der Flucht zu dir bin ich
in Finsternis gefangen
alle Sehnen sehnen sich
jetzt zu dir zu gelangen

Stetig quält die Nacht mit Macht
heiße Einsamkeit in mir
Erst wenn hell der Tag erwacht
finde dankbar ich zu dir