Freitag, 27. Februar 2009
Hurra, Fortschritt
Noch schnell mit dem Finger den Bildschirm berührt,
der hell Triviales zu Wichtigem kürt.
In Sekundenbruchteilen von mir in die Welt,
die nun Seelenbruchteile der User enthält.
Erreichbar? Und immer? Und alles berichten?
Sich zum Sichten eines jeden Verrichtens verpflichten?
Die neue Freiheit: Zermürbender Zugzwang?
Ausnahmslos ähnlicher einsamer Einklang?
Übermäßig medial mit Massen vernetzt,
gebrochen, verletzt ins Netz gehetzt,
um Eins-Null-Männchen mit Photoshop-Fratzen
mitzählend an der Oberfläche zu kratzen.
3. März 2009 um 14:09
hey!
wiedermal ein ganz tolles Gedicht!
Du bringst es immer auf den Punkt.
Weiter so!
3. März 2009 um 17:59
SWR3?
3. März 2009 um 20:21
Nein. Gab’s da heute was?
Habe es schon am Freitag geschrieben.
Adieu,
David
13. März 2009 um 22:44
Also, ich muss schon sagen, ich mag deine Gedichte sehr (die erste Strophe ist in diesem Gedicht am besten gelungen).
Wie du gesagt hast, auch wenn man es nicht will muss man immer erreichbar, “online” sein. Ich hab so den Drang eine Interpretation zu einem deiner Gedichte zu schreiben ^^
5. April 2009 um 15:31
[...] David hat mich erwischt. Dich auch? [...]