Dienstag, 30. Juni 2009
Es war
Wir haben bei Kerzen und Sternen und Nacht,
klein auf der Wiese, die Knie am Kinn,
groß in den Herzen und uns ein Gewinn,
bewacht durch den Mond diesen Abend verbracht.
Ich habe bei Kerzen und Sternen so sacht
stotternd gedacht, was ich ohne euch bin
und lachte im Traum zu Früherem hin -
als Realität in mein Lach-Leben kracht:
Abschied und Arme und Tränen, die tropfen,
in Schwermut brutal auf die Schultern klopfen.
Zusammenhangslos den Zusammenhang los
ziehen wir in die Welt, gebrochen, verprellt,
mit geschnürten Bündeln und Hälsen gesellt
sich jeder ins Leben, jetzt einsam, jetzt groß.
1. Juli 2009 um 10:20
Dafür liebe ich dich
1. Juli 2009 um 16:19
David, du bist klasse!
1. Juli 2009 um 17:44
Dankeschön, David!
Aber: Einsam? Ich hoffe es nicht. Groß? Ich glaube es nicht.
1. Juli 2009 um 23:51
auf den Punkt gebracht *snüff*
3. Juli 2009 um 22:00
Gute Gedichte sind solche, die man nicht nur einmal, sondern immer wieder liest.
Ich glaube “Es war” ist eines davon.
124
8. Juli 2009 um 15:02
♥
13. Juli 2009 um 18:26
das ist grandios, man liest es und die wirkung ist plötzlich da und so überwältigend und klar, aber woher sie kommt und wie, das ist völlig unklar, und eigentlich ist das ja auch das schönste an dem gedicht: das ist so natürlich in der konstruiertheit, dass es eben einfach funktioniert ohne dass jemand es so ganz versteht.