Dienstag, 30. Juni 2009

Es war

Wir haben bei Kerzen und Sternen und Nacht,
klein auf der Wiese, die Knie am Kinn,
groß in den Herzen und uns ein Gewinn,
bewacht durch den Mond diesen Abend verbracht.

Ich habe bei Kerzen und Sternen so sacht
stotternd gedacht, was ich ohne euch bin
und lachte im Traum zu Früherem hin -
als Realität in mein Lach-Leben kracht:

Abschied und Arme und Tränen, die tropfen,
in Schwermut brutal auf die Schultern klopfen.
Zusammenhangslos den Zusammenhang los

ziehen wir in die Welt, gebrochen, verprellt,
mit geschnürten Bündeln und Hälsen gesellt
sich jeder ins Leben, jetzt einsam, jetzt groß.

7 Kommentare zu „Es war“ »»

  1. Sven sagt:

    Dafür liebe ich dich ;)

  2. Maike sagt:

    David, du bist klasse!

  3. Anki sagt:

    Dankeschön, David!
    Aber: Einsam? Ich hoffe es nicht. Groß? Ich glaube es nicht.

  4. Janina sagt:

    auf den Punkt gebracht *snüff*

  5. Abd sagt:

    Gute Gedichte sind solche, die man nicht nur einmal, sondern immer wieder liest.
    Ich glaube “Es war” ist eines davon.

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  6. kitty sagt:

  7. doro sagt:

    das ist grandios, man liest es und die wirkung ist plötzlich da und so überwältigend und klar, aber woher sie kommt und wie, das ist völlig unklar, und eigentlich ist das ja auch das schönste an dem gedicht: das ist so natürlich in der konstruiertheit, dass es eben einfach funktioniert ohne dass jemand es so ganz versteht.

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