Mittwoch, 30. September 2009

zugzwang

stadt um stadt tragen mich gleise
in stunden welten weg von dir
Wir wünschen angenehme Reise
beklemmung klemmt sich fest in mir

die reserven deiner worte
aufgezehrt bis auf den grund
deine blicke, die ich horte
erinnern mir die seele wund

hilflos sehe ich wie bäume
bäume jagen an der scheibe
bette meinen kopf und träume
dass ich zu dir komm und bleibe

8 Kommentare zu „zugzwang“ »»

  1. Die Tine sagt:

    Danke.

  2. Julia sagt:

    wunderschön

  3. Jenny sagt:

    Einfach überragend. Bin froh, dass du endlich wieder kreativ warst. Das freut mich wirklich sehr. So top. Hab deine Gedichte vermisst. Jetzt bin ich glücklich :)

  4. 124 sagt:

    Grandios! Drei Strophen, aber doch so viel mehr Inhalt. Vor allem, dass du, bis auf den dritten Vers, alles klein geschrieben hast, finde ich, gibt dem Gedicht den besonderen Ausdruck.

    124

  5. dothea. sagt:

    Eines der großartigen Dinge am Betrachten von Wörtern (auf Papier) ist, dass die Bedeutung und nicht die Lautstärke zählt. Ein Wortmaler muss weder schreien, um gehört zu werden, noch muss er sich Sorgen machen, dass ein Flüstern zu leise wäre um wahrgenommen zu werden.

    Selbst in absoluter Stille kann man laut sein. Selbst im größten Lärm kann man leise sein und immernoch eine Nachrichten übermitteln.

    Ein sehr leises Gedicht mit einer schönen Bedeutung!

  6. Rico sagt:

    Hallo David,

    zwar etwas spät, aber ich wollt dir trotzdem sagen, dass mir das sehr gut gefällt :)

    Gruß aus tralien.

  7. Jasmin sagt:

    Die zweite Strophe… zu gut.

  8. Tine sagt:

    Zur Zeit mein Lieblingsgedicht. sehr schön und sehr traurig und vor allem unglaublich ausdrucksstark. wunderbar.

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