Donnerstag, 4. November 2010

Welk

Kinder rascheln durch den Herbstwald
wirbeln bunte Blätter auf
unter den Platanen nimmt bald
strenger Winter seinen Lauf

Doch ein letztes Mal noch stemmen
Sonne, Sinne sich empor!
Wenn die Winde Bäume kämmen
rauscht das Laub von Ohr zu Ohr

Schon im nächsten Frühjahr sprießen
neue, junge Knospen auf
Wie die Jahreszeiten fließen
fließen Menschenleben auch

Tiefe Trauerweiden decken
Fluss und Stadt mit Blättern ab
Glanz des Sommers steigt erschreckend
schwach hinunter in sein Grab

Ein Kommentar zu „Welk“ »»

  1. Christin sagt:

    Hey,
    ich bin durch Silke auf deine Seite gestoßen und finde deine Dichtungen großartig. Auch wenn wir uns (noch) nicht kennen: darf ich dich auf meinem Blog velinken?

    LG. Christin

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