Sonntag, 17. Juli 2011

Sommer

Ein grauwarmer Landregen dampft
beim Nelkenfeld unten am Fluss.
Ergiebig und schwer fällt er sanft
auf welkende Welt und verkrampft
die Blüten zum kraftlosen Kuss.

Ich drücke die Lippen ans Glas,
die Hände im Stoff der Gardinen.
Die klebenden Blumen im Gras.
Mir ist, was ich sah, als ich saß,
todtrauriger niemals erschienen.

Ein Kommentar zu „Sommer“ »»

  1. Eduardo sagt:

    Vielen Dank für dieses schöne Gedicht, David.
    Es könnte einem Gedichtband der Romantik entwichen sein.

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